At homes

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It was nice to be home again. I visited my family and friends in October, and we caught up with what had not fit into e-mails in the last four months, and most importantly: we spent time together and not just told each other about two times. There were so many coffees and teas and stories. Notes on a time in between.

Es war schön, wieder daheim zu sein. Ich besuchte meine Familie und meine Freunde in Oktober, und wir holten auf, was in den letzten vier Monaten nicht in E-Mails gepasst hatte, und verbrachten endlich Zeit zusammen statt uns nur von zwei Zeiten zu erzählen. Es gab so viele Kaffees, Tees und Geschichten. Notizen vom Dazwischensein.

(Foto oben: Kaffeetisch im Ocelot, Berlin.)

stuttgart II

stuttgart I

stuttgart III

When travelling, there are so many changes every day: You meet new people. New languages. New cultures.  It is a constant stream of inspiration, and I fill up my journal, blank pages on my laptop and rolls of film. This is the way I find new and inspiring things, it keeps me moving. However, sometimes it is exhausting and little things add up when I try to organise a new everyday in the foreign. Where do I get my morning coffee from, where is a good place to write, where shall I move and where do I find friends?

Wenn ich unterwegs bin, gibt es täglich so viele Veränderungen: neue Leute. Neue Sprachen. Neue Kulturen. Es ist ein konstanter Inspirationsfluss, und ich fülle mein Tagebuch, die leeren Seiten auf meinem Laptop und die Filmrollen. So finde ich Neues und Inspirierendes, und so bleibe ich in Bewegung. Manchmal ist es aber auch ermüdend und die kleinen Dinge summieren sich, wenn ich versuche, mir einen neuen Alltag in der Fremde zu organisieren. Wo kriege ich meinen morgendlichen Kaffee her, und wo kann ich schreiben, wohin soll ich ziehen und wo finde ich Freunde? 

münchen I

münchen II

münchen III

When I spent a month of autumn at home in Germany, I was still travelling. But the places I travelled to were my friend’s and family’s places which made a big difference: there was already an everyday I was familiar with. It felt very natural to adapt to their routines, to feel home and get my own work done. With them, I feel comfortable, I can calm down, relax, reflect, dive deep into stories and emotions. When we are together, we can be the closest to ourselves.

Als ich einen Herbstmonat daheim in Deutschland war, war ich immer noch unterwegs. Aber die Orte, zu denen ich reiste, waren die meiner Freunde. Das macht einen großen Unterschied, denn dort gab es bereits einen Alltag, der mir bekannt war. Es fühlte sich ganz normal an, mich an ihre Routinen anzupassen, mich daheim zu fühlen und meine eigene Arbeit zu erledigen. Mit ihnen fühle ich mich wohl, kann relaxen, reflekieren, tief in Geschichten und Gefühle eintauchen. Wenn wir zusammen sind, sind wir uns selbst am Nahsten.

berlin I

berlin II

berlin III

berlin V

I need my friends and family to feel close and comfortable, and I need the travel to feel faraway and challenged. Both inspires me. I wonder when I can connect all of it in one place or if it is always going to be a shift of the two life styles. Or haven’t they actually always been one for me? When I am faraway, the closest e-mails I write are to my friends and family. When I am nearby, I dream of faraway places.

Ich brauche meine Freunde und Familie, um mich wohl und mir nah zu fühlen. Ich brauche das Reisen, um mich fern zu fühlen und herauszufordern. Beides inspiriert mich. Ich frage mich, ob ich jemals beide Lebensstile an einem Ort vereinen kann. Doch sind sie nicht tatsächlich schon immer eins in mir? Wenn ich weit weg bin, schreibe ich die nahsten E-Mails an meine Freunde und Familie. Und wenn ich nah bin, träume ich von weit-entfernten Orten.

Australia I

On the way to my last October stop in Germany, I finished Cees Nooteboom’s essays on Australia. Then, I followed the path of train tickets, bus tickets, air plane tickets to this destination, and here I am now – in Australia.

From the faraway nearby,

Auf dem Weg zu meinem letzten Oktoberstop in Deutschland, las ich Cees Nootebooms Essays über Australien fertig. Dann folgte ich nur noch dem Pfad von Zugtickets, Bustickets, Flugtickets zu diesem Ziel, und hier bin ich nun – in Australien.

Aus der nahen Ferne,

Cindy

 

PS:

“Wer viel reist, wird bis zum Überdruß gefragt, ob er womöglich vor irgendwas auf der Flucht ist, doch darum geht es nicht. Es geht darum, zu verschwinden und gleichzeitig dazubleiben. Man behält sein eigenes Leben – man kann eine Telefonnummer wählen, und wenn alles seine richtigkeit hat, ist am anderen Ende immer jemand, der weiß, wer man ist –, doch gleichzeitig taucht man ab.”
Cees Nooteboom: Leere umkreist von Land. Reisen in Australien.

 

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